20.03.2017: Jugend forscht – oder auch: Mein Selbstversuch mit PSMF bzw. HSD

Soweit so blöd.
Seit meinem Bänderriss habe ich zwei bis drei Kilo zugenommen und diese kleben wie Dreck. Ich bekomme sie nicht weg. Und meine Selbstdisziplin ist irgendwo zwischen völlig am Ende und gar nicht mehr existent.

Gepaart mit der wieder aufflammenden Achillessehnenentzündung habe ich gestern, nach einem durchfutterten Tag (wieviel Proteinriegel kann man eigentlich essen, bevor man sich übergeben muss? Ich verdammt viele!!!), der auf drei Tage voller Essen folgte, beschlossen, ein Plan muss her. So gehts nicht weiter.

Google ist mein Freund, diverse Bodybuilding- und Fitnessseiten auch, also habe ich beschlossen, mich mal für eine Woche an PSMF zu versuchen. Ein Blick in den Kühlschrank bestätigte mich darin, dass dafür genug Magerquark und Co. vorhanden sind.

Und was soll ich sagen?
Irgendwas wirkt. Ich renne den ganzen Tag zur Toilette, als gäbe es dort heute Freigetränke.

Und ich stelle erstaunt fest, wie schwer es ist, auf diese Eiweißmengen zu  kommen und zugleich nur so wenig Kohlenhydrate zu futtern.

Mal sehen, wie morgen das Fazit des heutigen Tages ausschauen wird.

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12.03.2017: Und wieder grüßt die Achillessehne :o(

Da bin ich gestern meine erste längere Strecke gewandert.
So als Vorübung für den Megamarsch.

Und was macht Frau Schlaumeier?
Zieht stolz wie Bolle ihre neuen Salomon Speedcross an, um sie einzulaufen für den Megamarsch. Und packt vorsichtshalber die alten Schuhe im Rucksack ein.

Und was macht Frau Schlaumeier NICHT?? Beim ersten Zwacken der Achillessehne die Schuhe wechseln. *Kopf–>Tischplatte – rhythmisch*

Ich bin einerseits so stolz auf mich, dass ich diese Strecke geschafft habe.
Und womit wurde ich belohnt? Mit einer schmerzenden Achillessehne.

Ich hab gleich Diclofenac-Pflaster draufgeklatscht, gedehnt, Eis drauf, mit der Bürste massiert…

Wäre doch zum heulen, wenn zur Schulter nun wieder die Achillessehne dazu käme. Mensch…

Ich glaub, ich muss mal auf den Arm. :o(

Einerseits so stolz und glücklich, so eine Strecke geschafft zu haben, nach den letzten jeweils 22 km. Und nun so verzweifelt, dass ich schon wieder ausfalle.

Römerkanal Etappe 01

 

07.03.2017: Impingement + Kalkschulter = AUA oder: Und nun?

wiegetag

 

Tja, die Zwangspause aufgrund des Bänderrisses und der Kinnverletzung hat mich nicht nur einiges an hart erkämpfter Kondition gekostet, mich motivationsmäßig sehr weit zurückgeworfen, sondern sie hat mich auch 2 Kilo drauflegen lassen. *hmpfff*

Als wäre das nicht genug, zickt meine Schulter extrem herum.
Da ich vor einigen Jahren die gleichen Beschwerden in der rechten Schulter hatte, bin ich mir ziemlich sicher, dass es das gleiche ( das selbe?) Spiel ist. Impingement und Kalkschulter.

Damals habe ich das mit Physiotherapie, Übungen und reichlich Ibu hinbekommen.

Jetzt, bei der linken Schulter dachte ich naiv, es ist ja noch nicht ganz so schlimm wie damals an der anderen Seite, also fein diese Pendelübungen machen und ansonsten aggressiv zuwarten, wäre erstmal die geeignete Therapie.

Leider wird die Schulter schlimmer.
Und leider, so als normaler Kassenpatient, wurden mir Termine für ein MRT angeboten – in 7 Monaten. Nachdem mir einige Praxen sagten, als normalen Kassenpatienten würden sie mich gar nicht zum MRT annehmen.
Wer behauptete nochmal, es gäbe keine Zwei-Klassen-Medizin in diesem unserem Land?

Nachdem ich dann letztens morgens auf dem Firmenparkplatz stand und erstmal einige Minuten erfolglos versucht habe, den Schmerz wegzuatmen, nachdem ich eigentlich ganz normal die Autotüre zugeschlagen habe, mir die Tränen abwischen konnte und irgendwie den Tag überstanden habe, habe ich dochmal meine Freundin gefragt. Wozu haben wir das Kind Appretur und Latrinum machen lassen und zig Silvester auf Unität studifizieren lassen, damit sie Chirurgin und Orthopädin ist.

Hätte ich mal besser sein lassen.

Ergebnis:
1. Keine Liegestützen mehr. Hatte ich erwähnt, dass eines meiner Ziele für 2017 war, ganz saubere Liegestützen hinzukriegen?
2. Keine Dips mehr. Hatte ich mir so ausgedacht zur Stärkung der Muskulatur für die Liegestützen.
3. Keine Klimmzüge mehr. Siehe 2.
4. Vor dem MRT, bis sie nicht weiß, was da drinnen genau los ist, kein Sport mehr, um unkontrollierte Bewegungen der Schulter zu vemeiden.
5. Je nachdem, was da drinnen los ist, kann ich im allerbesten Fall mit 6 Wochen Pause nach der OP rechnen. BESTENFALLS.

Super. Megamarsch Köln. Trainieren. Adé.

Gibts irgendwelche Übungen, die ich für die Arme und Schultern machen kann, die nicht auf dieses komische Schulterdach gehen?

Weil, irgendwie gar nix mehr außer Crunches und Kniebeugen ist auch doof.

Und noch mehr als 2 Kilo zunehmen ist noch blöder. Dafür hab ich nicht so hart gearbeitet.

Irgendwelche Tipps?

26.02.2017: Wie sich Kohlenhydrate anfühlen

Gestern bin ich zum ersten Mal seit meinem Bänderriss gewandert. Und weil ich ja für den Megamarsch üben möchte, habe ich mir eine Runde von knapp 23 Kilometern ausgesucht.

Also mein Falk Ibex eingepackt, zwei Äpfel und 2 Riegel, 2 Liter Flüssigkeit und los.

Puh – ich fürchte, bis zum Megamarsch liegt noch viel Trainingsarbeit vor mir…

Ab so ungefähr 14 Kilometern fühlten sich meine Oberschenkel an wie Wackelpudding. Sie waren einfach irgendwie schwach. Und jeder Schritt strengte sehr an.

War vielleicht nicht die beste Idee, ohne Frühstück loszugehen. Und ein Apfel unterwegs als mir der Magen knurrte, war vielleicht nicht ausreichend? Keine Ahnung…

Aber bei Kilometer 17 gabs eine Eisdiele! Mit Milchkaffee. Und WAFFELN!!! Also gabs eine Waffel mit Nutella. Und zwei Milchkaffee.

Ich habe das ja, mangels eigener Erfahrungen!!, immer ein wenig ungläubig bestaunt, wenn ich von Läufern davon hörte, dass irgendwann wenn die – äähhhh Glykogenspeicher? Kohlenhydratspeicher? was auch immer halt – leer sind, dass dann die Muskeln nicht mehr wollen.

Aber es war wirklich erstaunlich. Ich hab die Waffel gegessen, den Kaffee getrunken und wirklich innerhalb von kurzer Zeit verschwand dieses schwache Gefühl in den Oberschenkelmuskeln.

Und was lerne ich daraus?
Gibt fast nix, wogegen heiße Waffeln nicht helfen :o)))))

Ok, andere lernen daraus vielleicht ganz andere Dinge. Ernährungsphysiologisch wertvolle Dinge. Sporttechnisch bedeutende Dinge.

Aber sowas verwirrt mich noch nur. :o)

Waffeln helfen. :o)

Kalorien zählen

13.02.2017: Rückschläge die Zweite

 

 

wiegetag

Tja, wie soll ich sagen: Läuft bei mir. Zwar rückwärts und bergab, aber läuft…

Am 18.01.2017 hatte ich einen kleinen Kollateralschaden beim Training zu verzeichnen. Ergebnis: Haarriss im Unterkiefer und Bänderriss im linken Fuß.

Hätte schlimmer kommen können. War nur ein Haarriss. Und es hat das Band vom Würfelbein zum Fersenbein erwischt. Das ist wohl nicht ganz so wichtig, wie die anderen Bänder, die zusätzlich zum ordentlichen Bluterguss nur gezerrt waren. Würfelbein, Fersenbein, schon erstaunlich, was wir alles so in einem Fuß haben und wo da überall Bänder sind.

Als ob ich mit meinem Impingement und der Kalkschulter nicht schon eingeschränkt genug wäre. *hmpf* Irgendwas ist ja immer.

Also Pause. Kein Laufen, kein Walken, kein Krav Maga. Statt dessen Pause, hochlegen, ne schicke Schiene mit der ich in keinen meiner normalen Schuhe passe.

Und was hat es mir eingebracht? + 2 Kilo. In Worten: Plus zwei Kilo. Oder auch: PLUS VIER PFUND.

Es ist erstaunlich, wie tief alte, schlechte Gewohnheiten sitzen. Kaum war ich auf die Couch verbannt, schlug der Appetit zu.
Nein, kein Hunger. Hunger ist, wenn der Magen knurrt und der Körper sagt: Futter. Jetzt. Egal was. Salat? Käsestulle? Gegartes Gemüse? Quark? Joghurt? Egal. Tu her.
Hunger kann ich aushalten. Und Hunger kann ich stillen.
Aber diesese „Mjammjammjamm-was-ess-ich-denn-jetzt“ ist eklig. Schokolade. Chips. Mettwürstchen. Traubenzucker. Käse.
Dieser Appetit sitzt nicht im Magen. Der sitzt höher. Im Mund und im Hals. Und ist kaum zu stillen.

Hinzu kommt, dass ich mich immer weniger aufraffen konnte. Anfangs hab ich noch statt laufen / walken, reiten, Krav Maga und wandern zumindest täglich Crunches gemacht und an meinen Liegestützen gebastelt und die Dehnübungen. Bis die Couch mich gänzlich gefesselt hatte. Dann wurde aus täglich Crunches vielleicht noch zweimal die Woche. Liegestützen gehen gar nicht mehr, weil die Schulter nicht mehr mitspielt.

Also stelle ich fest: Der Sport hat irgendwas in meinem Körper gemacht, was den Appetit vertrieben hat. Und was mich hat weitermachen lassen.

Heute dann der erste Versuch, wieder zu laufen. Mit dieser Schiene. Irgendein guter Geist hat mich davor bewahrt, meine uralten Laufschuhe in den Müll zu entsorgen. Vermutlich meine Schusseligkeit oder Faulheit. In die komm ich mit der Schiene rein. Yeah.

Und ich hatte Angst.
Angst, mir mein kleines Erfolgserlebnis von 4 km am Stück zu laufen völlig kaputt gemacht zu haben. Wieder mit 20 Metern anfangen zu müssen.

Und war kurz davor, es sein zu lassen: Gib dem Fuß noch Zeit. Die vier Wochen sind erst am Mittwoch um.

Dann bin ich doch los. Und ich habe ungefähr die Hälfte bis zwei Drittel der alten Strecke geschafft. Also doch nicht bei 20 Metern wieder anfange. Puh. Was ein Glück.

Und siehe da: Kein Appetit. Hunger gehabt, ja. Ein wenig Joghurt, der vom Mittag übrig war, 150 Gramm Brokkoli, 70 Gramm Steak, 125 Gramm Himbeeren, 50 Gramm Blumenkohl. Hunger weg. Und kein Mjammjammjamm.

Also erstmal die 2 Kilos wieder wegbringen.
Morgen Crunches.
Und eine machbare Alternative zu Liegestützen suchen.

Hat jemand eine brauchbare Idee?

10.01.2017: Rückschläge

Traurig

Tja, Weihnachten und Silvester mit den vielen Terminen und Verpflichtungen sind vorbei. Und der Glatteisboden und das Blitzeis auch.

Und ich habe mich aufgerafft, nach 12 Tagen wieder meine kleine Runde zu laufen. Habe mich heldenhaft nicht erst auf Sofa gesetzt. Denn meine Couch ist magnetisch. Einmal drauf, hält sie meinen Körper fest. Unentrinnbar.

Also in meine Laufschuhe steigen, Laufhose an, Thermounterwäsche an und losgestiefelt.

Und was ist? Völlig versagt habe ich.

Ich hatte mich so abgekämpft um endlich diese kleine, kurze Strecke von 4 Kilometern am Stück langsam durchlaufen zu können. Und heute?

Nach 2,2 Kilometern war Ende. Ging nicht mehr. Und davon habe ich mich die letzten 200 Meter gequält.

Also eine Gehpause eingelegt. Und dann nochmal kurz gelaufen. 600 Meter und dann war es vorbei.

Tja, von 4 km auf 2,8 km ist mal  ne Leistung, die muss mir erstmal einer nachmachen. :o(

Aber ok. Versagt ist versagt. Zeigt es doch, dass ich mehr tun muss.

Immerhin habe ich mich aufgerafft und bin los. :o/

05.01.2017: Will ich das? Schaff ich das? Megamarsch Köln…

Da stoße ich heute morgen auf diese Veranstaltung:

https://www.megamarsch.de

100 Kilometer gehen in 24 Stunden. Hm…….

Wenn mein Pony noch leben würde: SOFORT! Wanderritterfahren haben wir an einem Tag in 8 Stunden bis zu 40 km gemacht. Deal war: Bergab und in der Ebene wandere ich, bergauf trägt sie mich. War wundervoll.

Aber 100 km sind nochmal ne ganz andere Nummer… Und dann durch die Eifel. Sprich Höhenmeter. Und bergauf kann ich ja leider gar nicht. :o(

Aber irgendwie fasziniert mich das.

Nur, wie übt man für sowas?

Schaffen das sportliche Nulpen mit kaputten Achillessehnen und Knien?

04.01.2017: Bestandsaufnahme

Was hat sich so getan, von meinem Gewichthöchststand bis heute?

Ich bin froh, dass ich damals die Körpermaße genommen hatte, so kann ich vergleichen.

Schaun’mer mal was sich seit der letzten Messung verändert hat:

Gewicht: -1,5 kg
Oberbrust: – 2 cm
Unterbrust: – 2 cm

Taille: – 1 cm
Bauch: – 4 cm
Hüfte: – 4 cm

Reiterhosen: – 2,5 cm
Oberschenkel: – 1,5 cm
Wade: +/- 0 cm

Oberarm: – 2 cm

Klingt jetzt ja erstmal nicht nach so viel und irgendwie unspannend.

Aber der Blick aufs Gesamtergebnis ausgehend vom Höchststand aus ist schon ziemlich wow!
Let’s look:

Gewicht: – 23,5 kg (verflixte Zimtsterne!)
Oberbrust: – 14  cm
Unterbrust: – 14 cm

Taille: – 23,5 cm
Bauch: – 20 cm
Hüfte: – 19 cm

Reiterhosen: –  20,5 cm
Oberschenkel: – 15 cm
Wade: – 6 cm

Oberarm: – 8 cm

Scheinbar ist pro Kilo Gewicht ein Zentimeter an der Taille verschwunden. Zufall? Oder gibts da eine Korellation?

Ok, schauen wir mal, wie es sich 2017 weiter entwickelt.
Vom Gewicht her bin soll das Weihnachtskilo noch weg, dann noch ein Pfund mehr und mein neues, zweites Ziel, dass ich mir nach Erreichen meines Traumgewichtes gesetzt habe, wäre erreicht.

Erstaunlich. Jahrelang träumt man von dieser Zahl. Dann ist sie da und was ist los? Ich will mehr! Bzw. weniger… Weibsvolk halt ;o)

Angewohnheiten

03.01.2017: Mein erstes Mal – ein heikles Thema für Frauen…

Es gibt ja für alles ein erstes Mal.

Und auch dies war ein erstes Mal, was mich viel Überwindung gekostet hat. Und das vor meiner Abnahme völlig undenkbar gewesen wäre, betrifft es doch ein sehr heikles Thema.

Heikel zumindest, wenn man so selbstkritisch ist wie ich und nicht der Generation Selfie angehört…

Fotos.

Ich bin bekennend häßlich. Moppelig. Auf keinen Fall fotogen. Habe dank meiner 48 Jahre so einiges an Fältchen (obwohl die Natur es für mein Alter echt gut mit mir meint diesbezüglich), habe stubbelige, dünne Haare und alles andere als eine Alabasterhaut und schon gar kein liebliches, symmetrisches Gesicht. Alles Dinge, die für die berühmte Fotogenität hilfreich sind.

Und eine Freundin aus dem Reitverein brauchte Modelle für ein Shooting. Und ich weiß, dass sie sonst meist sehr junge Frauen als Modelle hat und meinte kleinlaut, wenn ich ihr nicht zu alt und häßlich wäre, würd ich mich vors Objektiv stellen.

Und dann kam gestern Nacht das erste Ergebnis des Shootings. Und ja – ich hab echt geweint, als ich das sah…

Das bin ich??!!?? Das bin wahrhaftig ich!

UN-FASS-BAR!

Doch seht selber:
Photo by Tanja Weber Photography https://www.instagram.com/tanja_weber_photography/

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Tanja – ich bin Dir sehr dankbar, dass Du mir diese Seite von mir gezeigt hast. Ich bin immer noch fassungslos und die ein oder andere Träne rollt schon noch die Wange herunter…

02.01.2017: Schnee – und wie lauf ich jetzt???

Hallo 2017!

Vielen Dank für den schönen Ausblick aus meinem Schlafzimmerfenster heute morgen!
Alles weiß übertüncht, die Terrakottatiere tragen weiße Mützen und alles ist ruhiger und stiller als sonst.

Soweit so wunderschön.

Und dann der Gedanke: Ähhhh ich muss doch heute laufen und gehen gehen!!! Wie soll das den funktionieren? :o(

Die Einkaufstour hat mich in meinen Befürchtungen bestätigt. Wo der Schnee angeschmolzen oder zusammengefahren war, ist es nicht nur sulzig, sondern verflixt glatt.

Und wie soll ich dann gleich meine Mini-Runde schaffen, ohne mir die Gräten zu brechen? :o(

Ich hab noch keinen Plan. Diese anschnallbaren Schuhspikes sind ja wohl zum laufen eher nichts.

Mennööööööööööööö fängt ja gut an!

Irgendwelche Tipps?