13.02.2017: Rückschläge die Zweite

 

 

wiegetag

Tja, wie soll ich sagen: Läuft bei mir. Zwar rückwärts und bergab, aber läuft…

Am 18.01.2017 hatte ich einen kleinen Kollateralschaden beim Training zu verzeichnen. Ergebnis: Haarriss im Unterkiefer und Bänderriss im linken Fuß.

Hätte schlimmer kommen können. War nur ein Haarriss. Und es hat das Band vom Würfelbein zum Fersenbein erwischt. Das ist wohl nicht ganz so wichtig, wie die anderen Bänder, die zusätzlich zum ordentlichen Bluterguss nur gezerrt waren. Würfelbein, Fersenbein, schon erstaunlich, was wir alles so in einem Fuß haben und wo da überall Bänder sind.

Als ob ich mit meinem Impingement und der Kalkschulter nicht schon eingeschränkt genug wäre. *hmpf* Irgendwas ist ja immer.

Also Pause. Kein Laufen, kein Walken, kein Krav Maga. Statt dessen Pause, hochlegen, ne schicke Schiene mit der ich in keinen meiner normalen Schuhe passe.

Und was hat es mir eingebracht? + 2 Kilo. In Worten: Plus zwei Kilo. Oder auch: PLUS VIER PFUND.

Es ist erstaunlich, wie tief alte, schlechte Gewohnheiten sitzen. Kaum war ich auf die Couch verbannt, schlug der Appetit zu.
Nein, kein Hunger. Hunger ist, wenn der Magen knurrt und der Körper sagt: Futter. Jetzt. Egal was. Salat? Käsestulle? Gegartes Gemüse? Quark? Joghurt? Egal. Tu her.
Hunger kann ich aushalten. Und Hunger kann ich stillen.
Aber diesese „Mjammjammjamm-was-ess-ich-denn-jetzt“ ist eklig. Schokolade. Chips. Mettwürstchen. Traubenzucker. Käse.
Dieser Appetit sitzt nicht im Magen. Der sitzt höher. Im Mund und im Hals. Und ist kaum zu stillen.

Hinzu kommt, dass ich mich immer weniger aufraffen konnte. Anfangs hab ich noch statt laufen / walken, reiten, Krav Maga und wandern zumindest täglich Crunches gemacht und an meinen Liegestützen gebastelt und die Dehnübungen. Bis die Couch mich gänzlich gefesselt hatte. Dann wurde aus täglich Crunches vielleicht noch zweimal die Woche. Liegestützen gehen gar nicht mehr, weil die Schulter nicht mehr mitspielt.

Also stelle ich fest: Der Sport hat irgendwas in meinem Körper gemacht, was den Appetit vertrieben hat. Und was mich hat weitermachen lassen.

Heute dann der erste Versuch, wieder zu laufen. Mit dieser Schiene. Irgendein guter Geist hat mich davor bewahrt, meine uralten Laufschuhe in den Müll zu entsorgen. Vermutlich meine Schusseligkeit oder Faulheit. In die komm ich mit der Schiene rein. Yeah.

Und ich hatte Angst.
Angst, mir mein kleines Erfolgserlebnis von 4 km am Stück zu laufen völlig kaputt gemacht zu haben. Wieder mit 20 Metern anfangen zu müssen.

Und war kurz davor, es sein zu lassen: Gib dem Fuß noch Zeit. Die vier Wochen sind erst am Mittwoch um.

Dann bin ich doch los. Und ich habe ungefähr die Hälfte bis zwei Drittel der alten Strecke geschafft. Also doch nicht bei 20 Metern wieder anfange. Puh. Was ein Glück.

Und siehe da: Kein Appetit. Hunger gehabt, ja. Ein wenig Joghurt, der vom Mittag übrig war, 150 Gramm Brokkoli, 70 Gramm Steak, 125 Gramm Himbeeren, 50 Gramm Blumenkohl. Hunger weg. Und kein Mjammjammjamm.

Also erstmal die 2 Kilos wieder wegbringen.
Morgen Crunches.
Und eine machbare Alternative zu Liegestützen suchen.

Hat jemand eine brauchbare Idee?

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7 Gedanken zu “13.02.2017: Rückschläge die Zweite

    • Ich habs gelesen. 😦 Du Ärmster. So „unausgegorene“ Sachen wie Fersensporn, Impingement in der Schulter etc. sind doch echt überflüssig. Weil man irgendwie nichts richtig machen kann, von dem man weiß, dass es garantiert hilft.

      Da wünscht man sich fast eine handfeste Blinddarmentzüngung. Blinddarm raus und nach 2 Wochen wieder Training.

      Vier Kilo? Du schiebst sicher Frust, was? *tröst*

      Komm, wir gründen die Invaliden-Ecke.

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      • Ja, im Endeffekt wäre ein solider Bänderriss oder so etwas in der Art besser gewesen. Aber dann wäre auch der Urlaub ins Wasser gefallen.
        Hoffe aber trotzdem irgendwie, dass der Tiefpunkt jetzt hinter mir liegt.
        Ja, ging irgendwie wieder sehr schnell mit den Kilos, aber bis zum Sommer sind die wieder weg…

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      • Na ja, seit September 4 Kilos ist nicht rasend schnell. Das sind 5 bis 6 Monate. Find ich nun eher schleichend – aber um so gefährlicher…
        Weil man anfangs vielleicht meint: Viel gegessen = Mageninhalt. Mehr Kohlenhydrate = Wasser und so weiter. Und wenn man dann die Augen nicht mehr verschließen kann, dass es doch Fett ist, wird einem klar, dass es nun wieder hart wird, die runter zu kriegen.

        Wie wird Dein Fersensporn denn nun behandelt? Auch mit diesen Dehnübungen? Ähnlich wie bei meiner Achillessehnenentzündung?

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      • Gewicht ist bei mir immer so ein Thema. Es ging sehr schnell nach unten, aber bei „Gefahrensituationen“ auch sehr schnell nach oben. Ich muss auch einfach wieder konservativer Einkaufen. So ein Sechserpack Snickers ist halt eine Todsünde.
        Der Fersensporn wird noch nicht behandelt, da die Behandlung der „Sportorthopäde“ festlegen soll. Hausarzt murmelte was von Einlagen, aber ich schaue auch mal nach Übungen.

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      • Ich bin da auf viele Übungen gestoßen, als ich Hilfe für meine Achillessehnen suchte. Die Dehnübungen sind wohl fast die gleichen.

        Ich kann keine Großpackungen etc. da haben. Weil dann ess ich die auf. Ich kaufe z. B. Gummibärchen oder Schokolade in diesen Mini-Tütchen mit 50 Gramm, die schonmal an den Kassen liegen. Für alles andere bin ich noch nicht stabil genug in meinem Essverhalten. Wenn da, dann erst Ruhe im Kopf, wenn alles weg ist 😦

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      • Habe jetzt auch eine Seite mit Übungen gefunden… Schau mer mal.
        Was bei mir im Haus ist, wird leider auch schnell gegessen. Dann doch mal lieber nur ein (teures) Snickers aus dem Automaten 😉

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