26.02.2017: Wie sich Kohlenhydrate anfühlen

Gestern bin ich zum ersten Mal seit meinem Bänderriss gewandert. Und weil ich ja für den Megamarsch üben möchte, habe ich mir eine Runde von knapp 23 Kilometern ausgesucht.

Also mein Falk Ibex eingepackt, zwei Äpfel und 2 Riegel, 2 Liter Flüssigkeit und los.

Puh – ich fürchte, bis zum Megamarsch liegt noch viel Trainingsarbeit vor mir…

Ab so ungefähr 14 Kilometern fühlten sich meine Oberschenkel an wie Wackelpudding. Sie waren einfach irgendwie schwach. Und jeder Schritt strengte sehr an.

War vielleicht nicht die beste Idee, ohne Frühstück loszugehen. Und ein Apfel unterwegs als mir der Magen knurrte, war vielleicht nicht ausreichend? Keine Ahnung…

Aber bei Kilometer 17 gabs eine Eisdiele! Mit Milchkaffee. Und WAFFELN!!! Also gabs eine Waffel mit Nutella. Und zwei Milchkaffee.

Ich habe das ja, mangels eigener Erfahrungen!!, immer ein wenig ungläubig bestaunt, wenn ich von Läufern davon hörte, dass irgendwann wenn die – äähhhh Glykogenspeicher? Kohlenhydratspeicher? was auch immer halt – leer sind, dass dann die Muskeln nicht mehr wollen.

Aber es war wirklich erstaunlich. Ich hab die Waffel gegessen, den Kaffee getrunken und wirklich innerhalb von kurzer Zeit verschwand dieses schwache Gefühl in den Oberschenkelmuskeln.

Und was lerne ich daraus?
Gibt fast nix, wogegen heiße Waffeln nicht helfen :o)))))

Ok, andere lernen daraus vielleicht ganz andere Dinge. Ernährungsphysiologisch wertvolle Dinge. Sporttechnisch bedeutende Dinge.

Aber sowas verwirrt mich noch nur. :o)

Waffeln helfen. :o)

Kalorien zählen

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13.02.2017: Rückschläge die Zweite

 

 

wiegetag

Tja, wie soll ich sagen: Läuft bei mir. Zwar rückwärts und bergab, aber läuft…

Am 18.01.2017 hatte ich einen kleinen Kollateralschaden beim Training zu verzeichnen. Ergebnis: Haarriss im Unterkiefer und Bänderriss im linken Fuß.

Hätte schlimmer kommen können. War nur ein Haarriss. Und es hat das Band vom Würfelbein zum Fersenbein erwischt. Das ist wohl nicht ganz so wichtig, wie die anderen Bänder, die zusätzlich zum ordentlichen Bluterguss nur gezerrt waren. Würfelbein, Fersenbein, schon erstaunlich, was wir alles so in einem Fuß haben und wo da überall Bänder sind.

Als ob ich mit meinem Impingement und der Kalkschulter nicht schon eingeschränkt genug wäre. *hmpf* Irgendwas ist ja immer.

Also Pause. Kein Laufen, kein Walken, kein Krav Maga. Statt dessen Pause, hochlegen, ne schicke Schiene mit der ich in keinen meiner normalen Schuhe passe.

Und was hat es mir eingebracht? + 2 Kilo. In Worten: Plus zwei Kilo. Oder auch: PLUS VIER PFUND.

Es ist erstaunlich, wie tief alte, schlechte Gewohnheiten sitzen. Kaum war ich auf die Couch verbannt, schlug der Appetit zu.
Nein, kein Hunger. Hunger ist, wenn der Magen knurrt und der Körper sagt: Futter. Jetzt. Egal was. Salat? Käsestulle? Gegartes Gemüse? Quark? Joghurt? Egal. Tu her.
Hunger kann ich aushalten. Und Hunger kann ich stillen.
Aber diesese „Mjammjammjamm-was-ess-ich-denn-jetzt“ ist eklig. Schokolade. Chips. Mettwürstchen. Traubenzucker. Käse.
Dieser Appetit sitzt nicht im Magen. Der sitzt höher. Im Mund und im Hals. Und ist kaum zu stillen.

Hinzu kommt, dass ich mich immer weniger aufraffen konnte. Anfangs hab ich noch statt laufen / walken, reiten, Krav Maga und wandern zumindest täglich Crunches gemacht und an meinen Liegestützen gebastelt und die Dehnübungen. Bis die Couch mich gänzlich gefesselt hatte. Dann wurde aus täglich Crunches vielleicht noch zweimal die Woche. Liegestützen gehen gar nicht mehr, weil die Schulter nicht mehr mitspielt.

Also stelle ich fest: Der Sport hat irgendwas in meinem Körper gemacht, was den Appetit vertrieben hat. Und was mich hat weitermachen lassen.

Heute dann der erste Versuch, wieder zu laufen. Mit dieser Schiene. Irgendein guter Geist hat mich davor bewahrt, meine uralten Laufschuhe in den Müll zu entsorgen. Vermutlich meine Schusseligkeit oder Faulheit. In die komm ich mit der Schiene rein. Yeah.

Und ich hatte Angst.
Angst, mir mein kleines Erfolgserlebnis von 4 km am Stück zu laufen völlig kaputt gemacht zu haben. Wieder mit 20 Metern anfangen zu müssen.

Und war kurz davor, es sein zu lassen: Gib dem Fuß noch Zeit. Die vier Wochen sind erst am Mittwoch um.

Dann bin ich doch los. Und ich habe ungefähr die Hälfte bis zwei Drittel der alten Strecke geschafft. Also doch nicht bei 20 Metern wieder anfange. Puh. Was ein Glück.

Und siehe da: Kein Appetit. Hunger gehabt, ja. Ein wenig Joghurt, der vom Mittag übrig war, 150 Gramm Brokkoli, 70 Gramm Steak, 125 Gramm Himbeeren, 50 Gramm Blumenkohl. Hunger weg. Und kein Mjammjammjamm.

Also erstmal die 2 Kilos wieder wegbringen.
Morgen Crunches.
Und eine machbare Alternative zu Liegestützen suchen.

Hat jemand eine brauchbare Idee?