17.10.2016: Schnellste Zeit bisher gewalkt und gelaufen. Der Geheimtipp

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Das kennen wir ja.

Und da mein Körper definitiv nicht zum laufen geschaffen ist, bin ich ja schon froh über jeden Meter, den meine Achillessehnen mitmachen.

So habe ich mich langsam und vorsichtig auf eine Strecke von mittlerweile 6 bis 7 Kilometern herangetastet. Und davon laufe ich inzwischen 4 Stücke von mehreren hundert Metern.

Klar, nicht viel für einen echten Läufer, aber für mich sind das echt Welten!

Und von einer anfänglichen Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 5 km/h bin ich inzwischen bei über 6 km/h angekommen.

Und heute hab ich die ultimativ schnellste Runde bisher hingelegt. 6,79 km/h.

Wie das geht?

Ähem – nun, keine Toilette weit und breit und ich musste auf einmal ziemlich doll…
Irgendwas ist ja immer 😉

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12.10.2016: Was einem vor dem abnehmen keiner sagt

Irgendwie hat man, wenn man abnehmen will, immer nur die angenehmen Dinge vor Augen, wenn man sich vorstellt, wie es dann mal sein wird, wenn man weniger Fett am / im Körper hat.

Und kein Ratgeber, kein Magazin, keiner sagt einem, das nicht alles rosarot ist und voller Einhornstaub glitzert. Weder auf dem Weg dahin, noch am Ziel.

Machen wir uns nichts vor. Abnehmen ist nix für Weicheier. Und die Nebenwirkungen auch nicht.

Während dessen kann es passieren, dass man Mundgeruch bekommt, weil der Magen leer ist, weil man sich in einer Ketose befinde oder weil Mars in ungünstiger Konjuktion zum Gartenschlauch steht. Und das blöde ist, man selber merkt es kaum. Und wenn, dann ist es schon so schlimm, dass man vermutlich eh kein soziales Leben mehr hat – und dann ists auch egal, wenn man Mundgeruch hat.
Die positive Seite: Vielleicht wird man vom Großraumhühnerkäfig in ein Einzelbüro versetzt.

Verdauung… auch so ein Thema. Die kann beim abnehmen die merkwürdigsten Dinge veranstalten. Durchfall, Verstopfung, die Arbeit komplett einstellen, um sie im ungünstigsten Augenblich lautstark wieder aufzunehmen – und manchmal alles auf einmal…

Sitzen. Ja, sitzen kann zum Thema werden.
Ich bin Reiter. Und Büromensch. Und Autofahrer. Und somit eigentlich ausgesprochen sitzerprobt. Und auf einmal tun mir beim sitzen die Gesäßknochen weh. Sprich, reiten ohne Sattel ist erstmal dem Pferd zuliebe gestrichen. Und wie ich einen längeren Wanderritt überstehen soll, darüber mach ich mir Gedanken, wenn es soweit ist.

Blaue Flecken: Je mehr ich mich meinem Normalgewicht genähert habe, desto mehr blaue Flecken bekomme ich. Und nicht nur so kleine hier und da. Ich sehe teilweise aus, als hätte ich gegen beide Klitschkos zugleich geboxt und verloren.
Ich hab mal meine neue Hausärztin danach gefragt und meine bunt schillernden Errungenschaften vorgezeigt. Sie fragte anfangs vor dem gucken auch, ob ich von blauen Fleckchen reden würde. Und dann war sie doch äußerst beeindruckt, als ich ihr meine postkartengroßen Blutergüsse am Körper zeigte.
Ja, ich bin manchmal etwas ungestüm und neige dazu, gewisse Ecken und Kanten mithilfe meines Körpers abrunden zu wollen. Gab bisher nen normalen blauen Fleck. Aber nicht sowas.
Ihre Erklärung: Die Blutgefäße etc. sind jetzt nicht mehr so gut durch die Fettschicht geschützt. Also gleiche Aufprallgeschwindigkeit = mehr Verletzung = mehr Blutaustritt.

Aber wir Reiter sind ja härter. Alles unter einem Liter Blutverlust gilt nicht als offene Wunde.

Frieren. Momentan ein ganz großes Thema bei mir. Eigentlich bin ich…. nein war ich ziemlich abgehärtet und recht kälteunempfindlich. Klar, wenn man täglich bei Wind und Wetter drei bis vier Stunden draussen war.
Und jetzt? Wir haben kuschelige 12 bis 14 Grad draussen. Da war ich früher mit Pulli unterwegs und wir war warm.
Nun hab ich jetzt schon die Daunenjacke rausgeholt, bade heiß, trinke heißen Tee und FRIERE wie ein Schneider!!!! Ich Weichei!

Veränderungen im Raum. Irgendwie passt mir meine Wohnung nicht mehr. Ich mein, ich kenne diese Wohnung schon sehr lange. Einige Jahrzehnte. Und habe mich früher in ihr auch mit geschlossenen Augen sicher bewegt.
Nun passiert es, dass ich z. B. in der Küche stehe, wo ich immer stehe und mit dem mir eigenen, elefanten…. ähhhh eleGANTEN Hüftschwung die Kühlschranktür, die Schublade oder eine Schranktür zustupsen will – und ins stolpern gerate. Weil, was da früher passte, passt nicht mehr. Der Abstand zwischen meinem Körper und den Möbeln hat sich verändert.

Haarausfall. Machen wir uns nix vor. Ich hatte schon vor der Abnahme nicht die  Wallemähne eines Shampoo-Models. Aber während der Abnahme gab es Phasen, in denen mir die Haare ausfielen wie nichts gutes. Blutbild ist übrigens top gewesen.
Erklärung: Hormonelle Umstellung, da Fett als Hormonspeicher dient. Baut man Fett ab, gehen damit auch gespeicherte Hormone weg. Irgendwie sowas. Ist mir auch egal, ich will einfach nicht noch dünnere Haare haben. Hat sich inzwischen aber wieder ein wenig eingependelt.

So, das waren die Dinge, die mir ad hoc eingefallen sind.
Was habt Ihr an negativen Beobachtungen beim abnehmen zu spüren bekommen?

 

morgen-ist-ein-neuer-tag-und-ich-bin-dabei

11.10.2016: Und nun? – Oder: Was fang ich damit jetzt an? Die magische Zahl…

Tja, da steppt man morgens auf die Waage, wie immer in letzter Zeit nichts Gutes erwartend, außer dem üblichen Waagen-Auf-und-Ab der letzten Zeit.

Und guckt.

Geht von der Waage runter.

Geht nochmals auf die Waage.

Und da ist sie: Die magische Zahl, auf die man hingearbeitet hat. Mit Kalorien zählen, Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, walken und laufen gehen, fluchen, Rückfällen, erneuten Anfängen, mit allen Aufs und Abs, die man sich so vorstellen kann. Körperlich, psychisch…

Und dann steht man da, auf der Waage und hat das Ziel erreicht.

Dieses eine Ziel, dass man seit Ewigkeiten im Kopf hat.

22 Kilo abgenommen.
44 Pfund.

Und ja, ich bin schon ein wenig stolz auf mich.
Und jetzt muss ich das erst einmal sacken lassen.

Am Ziel?
Nein… Doch dazu demnächst mehr…

diattraum