28.09.2015: Essensvorlieben: alles Salat und deshalb ist Winter doof

Erstmal die Pflicht:
25.09.2015: 1.554 kcal
26.09.2015: 2.550 kcal 😦
27.09.2015: 2.387 kcal 😦
28.09.2015: 809 🙂

Also noch nicht ganz wieder im Tritt. Die Wochenenden sind nach wie vor am schwersten.

Manchmal frag ich mich, wieso ich übergewichtig werden konnte. Denn eigentlich sind die Dinge, die ich mag, sehr figurfreundlich.
Schon als Kind mochte ich sehr gerne Gemüse, meist sogar lieber roh als gekocht. Ich mag Kefir, Buttermilch, Quark, Joghurt.
Erstaunlicherweise mochte ich nie wirklich Nutella oder andere Schokoaufstriche, Sahne fand ich auch unangenehm, Butter oder Margarine auf dem Brot mochte ich nie. Knäckebrot ist für mich einfach super, lieber ein Knäckebrot mit Quark und Kräutern, als ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte. Sauerkraut konnte ich roh aus dem Topf essen (ok, durfte ich nur nicht, weil gehört sich nicht und so 😉 )

Eine große Vorliebe aus Kindertagen hat sich bei  mir bis heute erhalten:
Salat! Und es ist mir egal, ob ein reiner Kopfsalat, andere Blattsalate, mit Tomaten, Gurken, Paprika, Sellerie, Lauch oder alles kunterbunt gemischt. Dazu eine Vinaigrette und meine Welt ist in Ordnung. Und das kann ich wirklich täglich essen, ohne dass mir Salat zu den Ohren herauskommt!

Was allerdings in meinen Salaten nichts zu suchen hat ist Mais und rote Bohnen. Das gehört ins Chili, aber nicht in meinen Salat. Geraspelte Möhren sind eher Rohkost-Nachtisch als Salat. (Die machte Oma früher immer als Nachtisch mit einem Löffel Traubenzucker, weils halt kein Geld für Nachtisch gab.)
Und was gar nicht geht, sind Sahnedressings, womöglich wie in Kindertagen hier üblich mit Kondensmilch oder Sahne und Zucker drinnen. IhPfuiBäh. Sowas hat doch kein Salat verdient!

Und das ist das, was ich am Winter nicht mag. Es gibt einfach keinen Salat, kein frisches Gemüse, das so lecker ist wie im Sommer.

Aber vielleiht gibts ja Schnee 🙂

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Tag der Waage 25: 25.09.2015 – Silberstreifen am Horizont und Komplimente beim Frisör – mit denen ich nicht umgehen kann

wiegetag

Abgenommen: Seit Montag 21.09.2015: 1,5 Kilo.
Insgesamt: – 8,5 Kilo.
Macht immer noch eine Zunahme von 0,5 Kilo seit dem Geburtstag. Aber es zeigt, dass wohl nicht die ganzen vier Pfund Speck waren…

Ein Silberstreif am Horizont. Wenn es auch ärgerlich ist, dass ich überhaupt zugenommen habe. Ich könnte ja schon ein Stückchen näher am Ziel sein.

Sehr schön war, dass meine Friseurin, als ich heute zur Tür reinkam, herausplatzte: „Boa, haben Sie abgenommen! Das sieht hammer aus!“

Ähnlich drückte sich letztens eine Freundin (die meine Abnehmversuche begleitet) aus: Das sieht jetzt so, wie es ist, richtig klasse aus.

Hm. Und wieso fühl ich mich dann nicht so?
Wieso fühl ich mich noch immer als das „halbe Schwein“, als welches ich die mein halbes Leben gehänselt wurde?
Und geht das jemals so ganz weg?

Und wieso sagen die ganzen Tabellen, dass nochmal so 8 Kilo runter sollen bis zum oberen Ende des BMI-Normalbereiches?

Hm. Morgen ist ein neuer Tag.
Samstag.
Voller Termine.
Und ich bin dabei… Hurra :-\

24.09.2015 Gruppenzwang im Büro? Scham wegen Shakes?

Erstmal die Tagesbilanzen:

22.09.2015: 1.642 Kcal
23.09.2015: 1.355 Kcal
24.09.2015: 1.092 Kcal bisher

Mir fällt auf, wie schwer es nach diesen Wochen des schleifen lassens wieder fällt, sich der Gruppendynamik in der Firma zu entziehen.
Morgens kommt der Brötchenservice, mittags gehen sie raus warm essen, nachmittags Kuchen oder Schokolade oder Weingummi…

Und jedes Mal sage ich nun wieder: Nein, danke. Ich habe mir selber etwas mitgebracht / Danke, nein, ich brauche nichts / habe keinen Hunger / möchte nicht / gehe eine Runde spazieren…

Anfangs klappt das noch ganz gut. Und dann kommen diese nett gemeinten Aussagen: „Aber Sie müssen doch auch etwas Warmes essen!“ oder „Also, ich könnte das nicht, so viel Rohkost und Salat. Wollen Sie nicht doch ein Törtchen?“ Oder die Schale mit Weingummi, genau an meinem Schreibtisch nicht anfassen. Und es ist egal, wie oft ich sie zur Kollegin schiebe, sie wandert immer wieder auf meinen Platz herüber. Muß an irgendeinem Magnetfeld liegen…

Aber nach einiger Zeit erlahmt mein Durchhaltevermögen. Mein Widerstand.

Die Brötchendame so oft ohne Verkauf wegzuschicken, macht mir ein schlechtes Gewissen.
Mich immer wieder beim Mittagessen anders zu verhalten fühlt sich manchmal verkehrt an.
Sobald ich das erste Weingummi im Mund habe, folgen auch die ganzen anderen.

Wieso?
Warum komme ich dagegen nicht an? Gegen mein eigenes schlechtes Gewissen?
Weshalb ist es einfacher, hinterher auf mich selber ärgerlich zu sein, weil ich es mal wieder nicht geschafft habe, standhaft zu sein, als die anderen in ihren Ansprüchen / ihrem Wohlmeinen an mich zu enttäuschen?

Und wieso, verflixt und zugenäht, fällt es mir so schwer, an Tagen, an denen ich nichts vorbereiten konnte, selbstbewußt meinen Eiweißshake aus der Schublade zu ziehen, anzumixen und zu trinken?

Fragen über Fragen…

Morgen ist ein neuer Tag.
Und ich bin dabei.
Und probiere mal, vor den anderen einen Shake zu trinken. 🙂

22.09.2015: Der 14-Stunden-Arbeitstag ist um und ich stehe noch auf eigenen Füßen – oder: Wieviel Kalorien hat Aspirin?

Geschafft. Wieder ein Tag erledigt.
Von morgens 8 Uhr bis abends 22.30 Uhr gearbeitet. Unter Stress, Hektik, Druck auf die letzte Minute…

Ich hatte kaum Zeit zu essen. Bis Abends um 20 Uhr kam ich mit 58 Gramm Baguette, 52 Gramm Leberwurst und 75 Gramm Lachsschinken aus. Und drei Kaffee. Dann hab ich mich ans Buffet geschlichen, ein Stückchen Käse mit Brot gemopst, ein Stückchen Schokotarte und eine Portion Geschnetzeltes und ein kleines Glas Weißwein.
Macht summa sumarum 1642 Kcal heute. Ziemlich viel für ziemlich wenig Nahrung.
Wobei ich die 5 Aspirin noch nicht eingerechnet habe. Ich finde Kalorienangaben dafür.

Wirklich zu denken gibt mir aber der Zusammenbruch einer Kollegin heute. 😦
Die Ärmste ist in einer Sitzung abends zusammengeklappt. Diese ewigen langen Arbeitstage unter absolutem Hochdruck fordern ihren Tribut. Und das genau bei der Kollegin, die immer die Gelassenste von allen war. 😦

Ich glaub, ich brauch langsam einen neuen Arbeitgeber. Nicht, dass ich als nächstes auf der Nase liege…
Jobangebote bitte direkt an mich 🙂

21.09.2015: Alles zurück auf Anfang

Anfangen

Bildquelle: http://www.gorki.de/spielplan/nochmal-anfangen/

Hier die nackten Zahlen: Zugenommen: 2,5 Kilo.
RUMMS!

Und nein, nix Jojo- oder sonstige merkwürdige Effekte. Seit einem Monat habe ich es schleifen lassen.

Es fing mit meinem Geburtstag an. Freunde, viele Leckereien und wie immer, habe ich viel zu viel eingekauft und mußte dann erstmal die Reste auffuttern.
Ich sag nur Blauschimmelkäse, Cheddar, italienische und spanische Salami, Oliven…. Dann diverse Feiern, Einladungen…

Machen wir es kurz und nennen das Kind beim Namen: Ich habe gefuttert. Viel. Das Falsche. Zu viel.
Und bin dann so peu a peu in die alten Gewohnheiten gerutscht. Chips, Weingummi abends auf der Couch. Kein essen vorbereiten, sondern die Brötchen vom Bäcker, FastFood-Ketten überfallen…

Und immer, wenn ich versuchte, wieder in den Tritt zu kommen, ging es schief. Überstunden bis 23 Uhr, danach also doch wieder Mäcces. Die Mom, die mit Trauermine vor einem steht, sie müsse ja immer alles alleine machen… also mit ihr ins Restaurant. Und das dann bitte dreimal die Woche.

Und wer nicht nein sagen konnte, war ich.

Aber heute liefs. Trotz Weingummi und Schokoküssen im Büro. Ich habs zum ersten Mal wieder geschafft, nicht dranzugehen.

Also: Weitermachen. Denn:

Morgen ist ein neuer Tag.
Und ich bin dabei!

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