09.10.2017: Siege über mich selbst

Fakten: Zugenommen. 6 Kilo. Macht – 21 Kilo.

Bin ich deswegen traurig? Nein. Denn: Ich habe mich selber besiegt…

Hier die Vorgeschichte: (Achtung, sehr lang!)

Als ich zur Welt kam, war ich genauso, wie alle anderen Kinder auch. Ich hatte alles, was man so benötigt. Jeweils zwei Arme, Beine, Hände, Füße, jeweils zehn Finger und Zehen, alle benötigten Gelenke, Bänder, Sehnen, Muskeln….
Und die ersten Jahre meines Lebens hatte ich nicht den Eindruck weniger gut laufen zu können als die anderen Kinder um mich herum.
Im Vergleich zu heutigen Kindern waren wir vermutlich Hochleistungssportler Wir waren Helden!

Und dann kam der Autounfall. Die Straße und der BMW und ich. Ich  wollte über die Straße, in der Mitte haben sich mein Körper und der BMW getroffen und der BMW hat gewonnen. Ich machte einen Freiflug von über 10 Metern und bremste auf dem Gesicht auf dem Asphalt.
Und obwohl ich mir dabei mein ganzes Gesicht weggeschmirgelt hatte, hat es nicht gereicht als Puffer und ich habe es irgendwie vollbracht, mir dabei mein Bein zu zertrümmern.

Es folgten Koma, unzählige Operationen, die alle schief gingen und damit endeten, daß das Bein wieder aufgeschnitten werden mußte und die schief verheilenden Knochenstücke wieder zertrümmert werden mußten.

Irgendwann kam dann der Chefarzt aus dem Urlaub zurück und erklärte meinen Eltern, man würde jetzt hingehen, den verbleibenden Knochen unterhalb der Zetrümmerung nehmen und irgendwie am verbleibenden Teil des Knochens im Hüftgelenk befestigen. Dann hätte ich zwar Zeit ihres Lebens das Bein 30 bis 40 Zentimeter kürzer und verkrüppelt, aber man bräuche es nicht amputieren.

Das war dann der Punkt, an dem meine Mutter dem Doc quer über den Tisch ging, ihn am Kragen packte, ihm tief in die Augen blickte und sagte: „Und nun stellen wir uns mal vor, das wäre IHRE Tochter. Und nun machen Sie einen Alternativvorschlag!“.
Das tat der Doc dann auch. Er holte einen Kollegen eines anderen Krankenhauses hinzu.

Und so kann ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein:
Beide Beine gleich lang, eines zwar mit vielen Reißverschlüssen in Hautfarben versehen, aber es funktioniert weitgehend.
Nur gab es damals eines nicht: Krankengymnastik, Reha oder sowas. Ob es das generell nicht gab, oder nur für mich nicht, weiß ich nicht.

Somit kam ich dann nach Monaten aus dem Krankenhaus heim.
Diese Monate hatte ich teils im Koma verbracht, teils im OP, aber immer liegend, zum Schluß das linke Bein von den Zehen bis über die Brust eingegipst und das rechte bis zum Knie runter zur Stabilisation mit eingegipst. Also, Muskeln hatte ich irgendwie keine mehr. Bewegen konnte ich nur das rechte Bein ein wenig.

Und so kam ich heim – und konnte nicht laufen!
Das war irgendwie doof. Denn ich war ja kein Baby mehr, sondern schon 5, fand ich, und da sollte man doch laufen können!

Meine Großmutter nahms pragmatisch, packte mich in den Kinderwagen und schob mich halt dahin, wo wir so hinmußten. Sicherlich gut gemeint, aber nicht wirklich zielführend.

Meine Mutter wollte sich damit nicht zufrieden geben und packte mich in die warme Badewanne und machte irgendwelche Bewegungsübungen mit mir bzw. meinem Bein, von denen sie hoffte, sie würden irgendwie helfen.

Und ich selber?
Nun, ich zog mich irgendwann an allem hoch, was die Umgebung so hergab. Tische, Türklinken, Stuhlkanten und hangelte mich so durch die Wohnung. Und irgendwann stand ich auf meinen eigenen zwei Beinen. Und probierte zu gehen. Ganz schön kompliziert, dieses Ding mit dem Gehen!

Aber wenn man dranbleibt, wird das schon. Ich hab mich dann immer an den Wänden langgetastet, jede Stütze mitgenommen, die ich fand und kam so dann früher oder später – meist später – dahin, wo ich hinwollte.

Und es wurde immer besser, fand ich. Ich wurde schneller, das Humpeln wurde weniger, die Steifheit im Bein nahm ab. Eigentlich hätte da wieder eine traumhafte Kindheit weitergehen können, wenn nicht das Übel über mich gekommen wäre, das allen Kindern blüht: Die Einschulung!
Und mit der Einschulung: Schulsport!

Wer kennt das nicht noch: Mannschaftsbildung!
Die beiden beliebtesten Schüler der Klasse oder die beiden besten Sportler sollen ihre Mannschaften wählen. Und wer blieb immer als Letze übrig? Na klaro, ich.

Das hebt das Selbstbewußtsein doch ungemein!

Und dann aufwärmen. Soundsoviel Runden um die Turnhalle.
Ganz toll, wenn man dann mit hochrotem Kopf, völlig aus der Puste hinter allen anderen herhechelt und noch die letzten Runden laufen muss, während alle anderen schon Brennball spielen oder turnen oder Bock springen oder schon wieder im Matheunterricht sitzen.

Oder später auf dem Gymnasium. Ich sag nur Bundesjugendspiele! Leichtathletik! Dauerlauf!

Ich konnte machen, was ich wollte, üben, mich anstrengen, ich hab es einfach nicht geschafft auch nur ansatzweise mitzuhalten. Und Kinder können grausam sein. „Halbes Schwein“ wurde ich genannt, wenn ich nicht gerade verprügelt wurde. Weil, weglaufen konnte ich ja nicht wirklich und zurückhauen wäre mir nicht in den Sinn gekommen.

Nun, bis zum Abi hab ich das irgendwie ausgehalten.

Als ich 18 war, wurde ich gefragt, ob ich als Betreuerin für Kinder auf einer Ferienfreizeit einspringen könnte. Im Hochgebirge.

Ich weiß nicht, warum ich nicht nein gesagt habe. Aber ich hab noch mehr Dummheiten im Leben gemacht.

So fand ich mich in einem Team von Leistungssportlern wieder. Ich Doof!
Denn was macht man im Gebirge im Sommer? Wandern!
Nein, ich konnte mit den zerfetzten Muskeln meinen Körper nicht auf die Zweieinhalbtausender hochwuchten. Ging nicht. Irgendwann klappte das Bein weg und aus. Bergab gings. Nicht toll, aber ging. Nur muß man diese dusseligen Berge vorher ja auch irgendwie hochkommen.

Somit war ich auch hier eine der beliebtesten Betreuerinnen im Team, denn ich war ja universell einsetzbar.

Aber es gab ja genügend andere Dinge, die ich machen konnte. Trampolin, reiten, tanzen, Kraftsport… Halt alles Sachen, bei denen man nicht lange laufen mußte, sondern bei denen es auf andere Dinge ankam wie Gleichgewicht, Körperkoordination, Gelenkigkeit…

Ja, ich wurde sehr sehr gut in Vermeidungsstrategien!
Lieber den ganzen Tag am Bau Zementsäcke schleppen, als einen 50 Meter Lauf. Sport ist Mord. Churchill zitieren.

Es ist einfach peinlich, wenn man immer als Letze ankommt, allen anderen hinterherkeucht und pfeift wie eine rostige Dampflok. Und wer wird schon gerne ausgelacht, beschimpft oder abschätzig behandelt?

Und letztes Jahr habe ich mich  – wider besseren Wissens – mal wieder überreden lassen, an einer Wanderung teilzunehmen. Ich war ja mutiger geworden und habe gesagt, dass ich langsam bin, nicht gut bergauf kann und es wurde mir versichert: Kein Problem, wir machen langsam und nehmen Rücksicht.
Und ich musste lernen: Auch Erwachsene können ähnlich dämlich sein, wie Kinder und Heranwachsende. Nachdem dann während wir unterwegs waren zum x-ten Mal die Frage kam, wie schnell wir denn wären und es doch Mist sei, dass wir noch immer unter 5 km/h lägen, sind mir irgendwann die Nerven durchgegangen, alles kam wieder hoch und ich habe rumgezickt. Habe abgebrochen, bin heimgefahren und habe den anderen den Tag verdorben.

Soweit die Vorgeschichte…

Nun saß ich ja hier, anfang diesen Jahres, Schulter kaputt, knöcherner Bänderabriss, Achillessehnen Schrott und dachte, irgendwas muss da doch noch gehen.

Also hab ich angefangen zu wandern…
Jedes verflixte Wochenende habe ich mich immer längere Strecken durch das Bergische Land, die Eifel und so weiter gequält. Getrieben von dem Willen herauszufinden, was mit diesem kaputten Körper noch geht. Ich habe geschwitzt, geflucht, geblutet, einige Zehnägel verloren und mich immer wieder gefragt, warum ich diesen Scheiß überhaupt mache.

Warum? Weil ich es allen zeigen will. Nicht ständig der Versager sein will.

Und ich habe dieses Jahr dann die Bergischen 50 gefinished. Innerhalb der Zeit.
Und ich bin den Megamarsch gegangen. Bis Kilometer 64,2. Dort saß ich dann und machte den Check:

Füße: Bis auf eine Blase alles in Ordnung.
Kraft: Noch ausreichend da.
Kondition: Noch ausreichend da.
Kopf: Noch klar und kann denken.

Und dann habe ich mich umgesehen. Wie viele der anderen Teilnehmer dort ankamen.
Und nachgedacht. Und mich entschlossen: Hier breche ich ab. WEIL es mir gut geht.
Wäre ich weiter gegangen, hätte ich womöglich aufgeben müssen.
Und das wäre für mich ein himmelweiter Unterschied gewesen. Auch wenn ich weiter gekommen wäre, als so, hätte ich aufgeben müssen. Mir wäre die Entscheidung abgenommen worden. Ich hätte mal wieder versagt. So habe ich eine Entscheidung aus freien Stücken treffen können. Und ich bin weiter gekommen als viele, viele andere Teilnehmer.

Daher: Wenn das hier irgendjemand liest, der mich halbes Schwein genannt hat, der mich mal verlacht und verachtet hat, weil ich nicht wandern oder laufen konnte, nicht schnell genug war:

Hier ist meine Urkunde. Hier ist meine Medaille.
Mach das erstmal nach. Mach es besser. Oder halt den Mund. Ist diese Einstellung kleinlich? Nachtragend? Ja, vielleicht.
Aber nein, ich muss nicht immer lieb und gut und alles verzeihend sein. Es ist auch ein Lernprozess für mich, dass ich sagen kann: Ich DARF auch mal nachtragend sein.

Ich habe mich besiegt. Meine Aversion, meine Vermeidungshaltung überwunden. Ich kann beissen, gegen mich selber.

Und ganz ehrlich:
Ich bin richtig stolz auf mich!

IMG_20170903_2119299Urkunde anonym

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19.08.2017 Ich mag nicht mehr…

Zugenommen: 2 Kilo. Macht – 25 Kilo.

Aber das ist nicht alles, was mich gerade ankotzt.

Irgendwie ist mir Urlaub nicht wirklich vergönnt… Wenn ich die letzten Urlaube Revue passieren lasse, ist in meinem Urlaub mein heißgeliebtes Pony gestorben. In einem Urlaub hatte ich eine Großbaustelle hinter dem Haus, in der jeden Morgen um halb sieben die Bauarbeiter anrückten und den Garten aufrissen, um eine Mauer trocken zu lagen. Dann war da noch der Urlaub, den ich auf der Couch verbracht habe, weil alle anderen Räume renoviert wurden und alle Möbel und Schrankinhalte im Wohnzimmer gestapelt waren.

Und jetzt? Ich habe Urlaub. Und einen Rohrbruch. Sprich, Küche, Bad und Flur sind leergeräumt so gut es ging, die Bautrockner brummen vor sich hin und ich habe KEINEN Plan, wie ich nächsten Freitag meinen Geburtstag feiern soll und die Gäste bewirten und überhaupt.

Und jetzt geh ich weiter Frustfressen und heulen und verzeifeln.

08.08.2017: Gott, bist Du schmal geworden!

Tja, die Fakten: Auf der Waage tut sich – nix.

Weil, aus Gründen. Unterhalb der Woche läuft es meistens ok. Am Wochenende locken die Verlockungen und meine Widerstandskraft hat frei…

Somit schwanke ich so zwischen – 25 und – 26 Kilos vor mich hin.

Und aufgrund meiner läuferischen Unfähigkeit bin ich gestern Abend, angetriggert von Doc Runners Beitrag hier nochmal losgetöffelt. Die kleine Runde durchs Dorf.

Da gehe ich so die Landstrasse vor mich hin, noch walkenderweise, da sehe ich etwa 100 Meter vor mir eine Frau, die mir anhand ihres Ganges von hinten bekannt vorkommt. Ich komme näher, passiere die Kreuzung an der ich immer beginne zu töffeln (laufen ist das ja nicht wirklich, was ich da so veranstalte), komme noch näher, überhole sie und stelle fest, jaaa es ist die Dame, die früher (so ganz ganz früher) bei uns im Haus gewohnt hat. Ich überhole (Juchhuuuuu! Ich hab mal wen überholt! Ich!!! Ok, es war eine Dame von Ende 60 oder so, die langsam ging *seufz*), grüße so freundlich-fröhlich, wie es mir beim töffeln möglich ist „Guten Abend Frau M.!“ und töffle weiter.

Da höre ich hinter mir eine erstaunte Stimme: „Mensch, Juliandra, bist Du das??? Ich hab Dich gar nicht erkannt! Du bist so schmal geworden!“

Ich hätte am liebsten umgedreht, angehalten und sie geknutscht.
Aber
A) hätte mich das völlig aus dem Töffelrhythmus gebracht und
B) habe ich gehört, dass man das mit älteren Damen nicht macht, weil die das nicht mögen.

Aber schön wars schon :o)))

22.06.2017: Wenn der Paketbote überraschend klingelt…

Aktueller Stand: – 26 Kilos.

36 Grad. Heimkommen. Büroklamotten aus. Bikini an. Ich hab mir nämlich einen neuen gekauft, da mein alter mir einfach so vom Hintern fiel. Und ein Bikini der ungebremst zur Erde fällt, selbst wenn man sich nicht bewegt und stillsteht, der ist irgendwie fehl in seinem Job.

Ab auf die Terasse, Laptop auf den Schoß, Glas kühles Getränk dazu, Füße hoch und da klingelt es an der Tür.

Ich bin aufgestanden, zur Türe gegangen und habe geöffnet. Und wer war es?
Der Paketbote. Kommt runter, sieht mich, bekommt Stielaugen und fällt fast die Treppe herunter. Mit den Paketen.

Ich unterschreibe artig, sage noch verwundert, ich hätte gar nichts bestellt, nehme die beiden kleinen Pakete an mich und gehe rein und bin noch irritiert, warum der Paketbote so merkwürdig reagiert hat und so ein komisches Grinsen im Gesicht hatte.

In der Küche fiel es mir dann auf:

Ich habe einen Bikini an.

Ich! Einen Bi-ki-ni.
Und es hat mich jemand darin gesehen. Und ist nicht schreiend weggerannt!!!

Und dann habe ich nachgedacht:
In meinem alten Bikini hat mich nämlich nie jemand gesehen. Hätte es da geklingelt, ich wäre ins Schlafzimmer, hätte mir irgendein Shirt übergeworfen und wäre in irgendeine Hose gesprungen und bis ich dann an der Türe gewesen wäre, wäre der Paketbote weggewesen.

Und ich glaube, er hat nicht so geguckt, weil ich aussehe wie eine Mülltonne im türkisen Bikini…

Ganz neues Gefühl.

Ich glaub, ich hab ein bissel was richtig gemacht… und freu mich tatsächlich. Ein wenig. Sehr. Irgendwie so.

29.03.2017: PSMF Rückblick Tag 09 – Ausblick Tag 10: Müdigkeit…

Schaunmer mal, wies gestern aussah:
Eiweiß: 122,06
Kohlenhydrate: 60,42
Fett: 16,66

Es bleibt dabei: Kohlenhydrate und ich sind zu gute Freunde. Die bekomme ich nur mit Mühe runtergedrückt.
Und warum man ausgerechnet 30 Gramm nicht überschreiten sollte, statt z. B. 27,6 g oder 32,4 g erschließt sich mir trotz ewiger Suche im Netz nicht wirklich….

Beobachtungen sonst:
Ich bin müde und schlafe auf der Couch ein.
Das führte dazu, dass ich gestern auf TLC „Mein Leben mit 300 Kilo“ verpennt (im wahren Wortsinne) habe und dann gegen 22 Uhr wach wurde und nur mal eben *flöööööööööööt* auf youtube nachgucken wollte, was da so lief. Und bin dabei über die 5. Staffel gestolpert.

Da sind einige Patienten bei, die wirklich extremst – selbst für diese Sendung – schwer waren. Und ich habe bei einem Patienten (Staffel 5, Folge 11 wars, glaub ich) mich bei dem beschämenden Gedanken ertappt, dass ich wirklich große Probleme hatte, ihn noch als Menschen wahrzunehmen.
Mein Verstand wußte natürlich, dass das dort ein Mensch ist. Mit Gefühlen, Verstand, Launen, Bedürfnissen, Charaktereigenschaften….
Aber irgendetwas in mir hat da nur noch eine formlose Masse wahrgenommen, ähnlich einer Riesenmade. Aus der irgendwie zwei unterentwickelte Beinstümpchen rausguckten. Und im Verlauf der Folge habe ich mich bei Gedankengängen ertappt wie: Meine Güte, dann lasst ihn sich doch halt zu Tode fressen. Oder: Was ein weinerliches, manipulatives, nerviges Weichei. Oder auch: Du hast Dich in diese Form sehenden Auges hineingefuttert, also hör jetzt auf zu jammern, dass Dir alles weh tut.
Und zugleich habe ich mich für diese Gedanken geschämt. Denn so bin ich nicht angelegt vom Wesen her.
Da ist also irgendetwas völlig irrationales in mir abgelaufen.
Keine Ahnung, was….

Und dafür, dass ich dann bis 2 Uhr nachts mich durch youtube gewühlt habe, war ich um 6, als der Wecker klingelte, doch glatt in der Lage um 6.15 Uhr aufzustehen ;o)

Mein Date heute mit Klaus-Bärbel war übrigens sehr erfreulich. Er meinte, ich hätte jetzt insgesamt 3,5 Kilo weniger.
Was bedeutet, ich bin wieder fast an dem Tiefststand meines Gewichtes angekommen, wie vor dem Bänderriss.
Ich konnte es kaum glauben und habe Klaus-Bärbel dreimal gefragt. Und er musste es mir dreimal bestätigen. An verschiedenen Stellen im Bad.

Klar ist das in den 9 Tagen kein Fett. Aber schön ist es trotzdem.

freuen

28.03.2017: PSMF Rückblick Tag 07 – Laufen sucks… Von Eislollys und heißer Schokolade

Tag 07:
Eiweiss:  163,38 g
Kohlenhydrate: 71,53 g
Fett: 27,19 g

Also, reichlich Eiweiß in mich reinzufüttern krieg ich ja problemlos hin. Aber die KH zu reduzieren ist irgendwie schwierig… :o/

Dann hab ich gestern versucht, meine kleine Laufrunde zu absolvieren.

Wir erinnern uns… Ich und Laufen, das passt irgendwie nicht. Und dennoch hatte ich mich auf eine für mich (!!) echt gute Strecke von über 4 Kilometern hochgearbeitet.

Und was war gestern? Walken – klappt. Laufen? Nach 700 Metern war Ende. Puste weg. Und die Achillessehne links tat weh.

Ich könnte echt heulen.
Also daheim mit dem Eislolly alles schön durchmassiert. Und 15 Minuten können echt lang sein. Die Wasserlache auf der Terasse zeugt davon.
Hinterher Voltaren rauf und frustriert auf die Couch.
Und dort fing ich dann an zu frieren. Und wollte einen heißen Cappu. Oder eine heiße Schokoloade. Und beides hat doch so viele KH. Also was tun?

Da fiel mir ein, ich hab doch diese Royal Flavour-Proben. Und tatsächlich waren da welche mit Schokogeschmack dabei. Also die fettarme Milch in die Mikrowelle gewuchtet, Flavour rein, ein Löffel Flohsamenschalen gemahlen hinzu, ein wenig Xanthan hinterher – umrühren – begeistert ob der tollen Idee zur Couch tragen und dann erstaunt feststellen: PUDDING!

Ok, Jugend forscht weiter. Entweder Xanthan weglassen. Oder Flohsamenschalen weglassen. Dann kann man es vielleicht trinken, statt schneiden.

Und heute so bisher?
HUNGER! :o/
Es ist 14:45 Uhr, ich habe knapp 350 Kalorien drinnen und habe Hunger.
Wird Zeit für Feierabend und den Kühlschranküberfall.

*hmpf*
Und das Eiswägelchen steht vor dem Büro. Und da gibts Eis. Mit Schlagsahne. Und Streuseln. Und überhaupt. Und ich darf nicht.
*doppelhmpf*

#TeamSchlagsahne

Angewohnheiten

27.03.2017 PSFM: Rückblick Tage 04-06 und Ausblick Tag 07 und Klaus-Bärbel meint…

Ja wie läufts denn so?

Mit einem Ausrutscher eigentlich ganz ok.

Tag 04:
Eiweiss:  121 g
Kohlenhydrate: 64,39 g
Fett: 6,91 g Hups! Wieso so wenig?!

Tag 05:
Eiweiss:  124,68 g
Kohlenhydrate: 75,68 g
Fett: 74,03 g

Tag 06:
Eiweiss:  1769 g – Holla die Waldfee – oder auch: lass mich mal Harz(er)n
Kohlenhydrate: 35,94 g
Fett: 18,26 g

Soweit die Zahlen.

Samstag, also Tag 05, bin ich gewandert. Knapp 32 Kilometer. Eine ähnlich weite Strecke wie vorletzen Samstag. Und laut GPS mit deutlich weniger Höhenmetern. Aber die letzten Kilometer zogen sich. Es war wie gehen in Honig. Weil die letzten Kilometer ständig bergauf führten. Nicht steil, aber beständig.

Und wie das so ist, wenn man in irgendwelchen Eifeldörfern startet und wieder ankommt, gibt es dort kein Restaurant, Café, Gasthaus, keinen Imbiss, keine Bäckerei oder Eisdiele für die kurze Rast.
Aber was gibt es?
Einen mongolischen Grill. Und so ein Teller vom dortigen Buffet, alles schön paniert und frittiert treibt die KH-Zahl und den Fettinput drastisch in die Höhe.

Nicht wirklich der ideale Treibstoff für den Rückweg von 16 Kilometern. Mußte ich lernen. Und sehr verdauungsfördernd, was dann den Rückweg doch recht abenteuerlich machte, da im Wald und auf den Feldern eher selten Toiletten oder Dixie-Klos stehen… Ein Hoch auf McDonalds! ;o)

Hatte ich nach der letzten Wanderung innerhalb von 2 Tagen 3 Kilo mehr auf der Waage (nach Aussage einer befreundeten Ärztin ein Zeichen, dass ich  meinen Körper überanstrengt und übersäuert habe und daher viel Wasser eingelagert habe) sind es diesmal nur 0,5 Kilos. Sagt Klaus-Bärbel.

Ansonsten meint er, ich habe das Gewicht nicht verändert. Ok, Klaus-Bärbel, morgen früh sprechen wir uns wieder!

Blöd ist meine Achillessehne. Die ersten 4 Kilometer waren mehr als blöd. Dann lief sie sich ein. Und die letzten 10 Kilometer waren wieder blöd.

Nun gut, der Eislolly, Voltarensalbe, die harte Bürste und ich sind dicke Kumpels.
Und heute Abend werde ich, der Achillessehne geschuldet, meine kurze „Lauf“-Runde zugunsten einer Walkingrunde eintauschen.

Ich hatte gefürchtet, nach diesem Frittiert-Paniert-Imbiss am „Refeed-Tag“ (*hüstel*), wieder starke Gelüste zu kriegen, aber bisher *toi toi toi* kamen die am Sonntag und heute nicht auf.

Aber mein Magen ist noch auf Winterzeit eingestellt. Er hätte gerne um 9 Uhr sein Frühstück, weils das ja immer um 10 Uhr gibt. Quasi geht mein Magen eine Stunde vor.

Irgendwas ist ja immer :o)

diattraum

23.03.2017: 22.03.2017 PSFM Rückblick Tag 03 – Ausblick Tag 04 – Rätsel der Kohlenhydrate gelöst und neue Erkenntnisse gewonnen

Gestern gab es:
Eiweiss:  152,09 g – Huiiiiii ist das viel!
Kohlenhydrate: 41,64 g
Fett: 31,74 g

Und dank arwen1234 von https://m3changing.wordpress.com/ habe ich das Rätsel um die Kohlenhydrate gelöst.
Die Lösung heißt: 42 !!!

Äh – nee heißt sie nicht. Sie heißt Harzer Käse. :o)

Jetzt wäre ja gestern angeblich einer dieser Mini-Refeed-Tage angesagt gewesen, weil ich ja zum sporteln war.

Erkenntnis:
Mit nur 500 Kalorien im Magen und nur ca. 20 Gramm Kohlenhydrate sind 1,5 Stunden Krav Maga für mich nicht durchzuhalten. Denn obwohl es um Dinge ging, die für mich nicht ganz neu waren und ich mich in die Anfängergruppe (besser ist das *gg*) eingereiht habe, habe ich zum ersten Mal zum Ende hin abbrechen müssen. Mir fehlte einfach die Kraft und die Puste. Die Zombie-Spiele 1:1 und 1:2 und 1:3….. habe ich noch geschafft. In der letzten Runde 1:5 ging dann nix mehr.

Gut, ok, dieses Mal nicht die Schulter, nicht der angebrochene Kiefer, nicht die Achillessehnen, nicht der Bänderriss sondern einfach die Kraft, die mich limitiert hat. Öfter mal was Neues :o/ Immer der gleiche Grund wäre ja zu einfach.

Dann heim und irgendwie versucht, auf diese höhere Kohlenhydratzahl zu kommen. Bei 1 Gramm pro Kilo Körpergewicht wären das 65 Gramm gewesen. Aber ich hatte irgendwie keinen Hunger mehr und überhaupt – ach was weiß denn ich. Jedenfalls waren es weniger KH als geplant. So unterm Strich kommts dann ja über die Woche hin. ;o)

Klaus-Bärbel meinte heute morgen, das wären nun 3,5 Kilo in diesen 3 Tagen.
Klaus-Bärbel ist ne echte Zicke. Tagelang quält er mich morgens mit immer höheren Zahlen und starken Schwankungen nach oben, nun genauso rapide nach unten.
Wie soll ich denn da noch nachvollziehen können, ob ich nun Wasser ein- oder auslagere oder doch vielleicht ein paar Gramm Fett? Nur ein ganz klein wenig?

Ich beobachte das mal interessiert.

Spannene fand ich den Blick in den Spiegel. Dieses entwässern macht an meinem Bauch einen massiven Unterschied. Erstaunlich.

Und jaaaa natürlich habe ich mir gestern Abend von meinem Ex gleich anhören dürfen, ich sähe aus wie eine Magersüchtige, eingefallen, rappeldürr, nur seine Nachbarin sähe schlechter aus und die hätte Krebs im Endstadium… bla bla bla…..
Ich hab dann drauf verzichtet, ihn auf sein Kölsch-Geschwür vorne am Körper anzusprechen, welches inzwischen von Pittermännchen-Größe auf 15-Liter-Fäßchen angewachsen ist.
Und ich habe den Inner Counter mit anschließendem Schlag des Handballens vors Gesicht und Tritt in den Unterleib aus dem Training vorher nicht an ihm ausprobiert.
Wer weiß, wann ich von ihm nochmal nen Kaffee brauche ;o)

22.03.2017 PSFM Rückblick Tag 02 – Ausblick Tag 03 – Wie zum Geier….???

Wie zum Geier schaffen die Leute es, auf Kohlenhydratzufuhren von unter 30 Gramm zu kommen????

Bei mir gabs gestern:

Eiweiss:  110,56 g
Kohlenhydrate: 54,46 g
Fett: 19,62 g

Allein der blöde Blumenkohl hatte 19,8 Gramm Kohlenhydrate. Und im Quark, Joghurt etc. sind auch Kohlenhydrate drinnen.
Also komm ich entweder auf viel Eiweiß und habe entsprechende Kohlenhydratmengen gegessen, oder ich komme nicht auf die Eiweißmengen und habe dann auch keine Kohlenhydrate…

Gibts da irgendeinen Trick??
Ich steh schon im Supermarkt von den Molkereiprodukten und studiere die Etiketten wie blöde und vergleiche Eiweiß, Fett, Kalorien, Kohlenhydrate und werd immer konfuser. Weil irgendwie geht viel Eiweiß ohne KH nicht.

Auch gestern bin ich entsprechend oft zur Toilette gerannt. Wann hört das denn auf? Das NERVT und die Kollegen gucken schon irritiert….

Ein wenig schwindelig ist mir nach wie vor. Hunger habe ich auch. Aber beides aushaltbar.

Nun bin ich gespannt, ob ich heute Abend mit so wenig Kalorien im Training mithalten kann.
Gestern waren es 832 und vorgestern 770. Mal sehen, ob das für heute Abend reicht oder ob ich beim aufwärmen zusammenklappe :o)

Die Waage sagt heute morgen – 3 Kilo. Damit wäre ich wieder am Ziel. Nur leider ist das Wasser. Warum eigentlich seh ich nicht so aus, wie eine Trockenpflaume, wenn so viel Wasser weggeht? Und wie lange geht das so? Ich will eine Privattoilette. Gleich neben meinem Büro oder neben meinem Sofa. *maul*

21.03.2017: PSFM Rückblick Tag 01 / Ausblick Tag 02

Hm, ein Blick auf die Makros von gestern sagt:

Eiweiss:  99,28 g
Kohlenhydrate: 40,32 g
Fett: 20,44 g

Nun, da geht sicher mehr, aber ich habe noch nicht raus wie.
Jugend forscht weiter.

Irgendwie ist mir seit gestern leicht schwindelig und hier hilft gerade auch kein Kaffee und keine Cola Light. Aber irgendwas ist ja immer ;o)
Und die Toilette war gestern mein bester Freund.
Soviel zum Thema, Kohlenhydrate binden Wasser im Körper. Irgendwo muss es ja hin.

Hunger? Habe ich Hunger? Ja, ich habe Hunger. Aber aushaltbar.

Heute werde ich mal meine Vorräte an tiefgefrorenem Brokkoli aufstocken, damit ich mehr Grünfutter habe.

Die Waage zeigte ob des reichlichen Wasserabgangs 2 Kilo weniger. Schön wärs ja…