22.06.2017: Wenn der Paketbote überraschend klingelt…

Aktueller Stand: – 26 Kilos.

36 Grad. Heimkommen. Büroklamotten aus. Bikini an. Ich hab mir nämlich einen neuen gekauft, da mein alter mir einfach so vom Hintern fiel. Und ein Bikini der ungebremst zur Erde fällt, selbst wenn man sich nicht bewegt und stillsteht, der ist irgendwie fehl in seinem Job.

Ab auf die Terasse, Laptop auf den Schoß, Glas kühles Getränk dazu, Füße hoch und da klingelt es an der Tür.

Ich bin aufgestanden, zur Türe gegangen und habe geöffnet. Und wer war es?
Der Paketbote. Kommt runter, sieht mich, bekommt Stielaugen und fällt fast die Treppe herunter. Mit den Paketen.

Ich unterschreibe artig, sage noch verwundert, ich hätte gar nichts bestellt, nehme die beiden kleinen Pakete an mich und gehe rein und bin noch irritiert, warum der Paketbote so merkwürdig reagiert hat und so ein komisches Grinsen im Gesicht hatte.

In der Küche fiel es mir dann auf:

Ich habe einen Bikini an.

Ich! Einen Bi-ki-ni.
Und es hat mich jemand darin gesehen. Und ist nicht schreiend weggerannt!!!

Und dann habe ich nachgedacht:
In meinem alten Bikini hat mich nämlich nie jemand gesehen. Hätte es da geklingelt, ich wäre ins Schlafzimmer, hätte mir irgendein Shirt übergeworfen und wäre in irgendeine Hose gesprungen und bis ich dann an der Türe gewesen wäre, wäre der Paketbote weggewesen.

Und ich glaube, er hat nicht so geguckt, weil ich aussehe wie eine Mülltonne im türkisen Bikini…

Ganz neues Gefühl.

Ich glaub, ich hab ein bissel was richtig gemacht… und freu mich tatsächlich. Ein wenig. Sehr. Irgendwie so.

29.03.2017: PSMF Rückblick Tag 09 – Ausblick Tag 10: Müdigkeit…

Schaunmer mal, wies gestern aussah:
Eiweiß: 122,06
Kohlenhydrate: 60,42
Fett: 16,66

Es bleibt dabei: Kohlenhydrate und ich sind zu gute Freunde. Die bekomme ich nur mit Mühe runtergedrückt.
Und warum man ausgerechnet 30 Gramm nicht überschreiten sollte, statt z. B. 27,6 g oder 32,4 g erschließt sich mir trotz ewiger Suche im Netz nicht wirklich….

Beobachtungen sonst:
Ich bin müde und schlafe auf der Couch ein.
Das führte dazu, dass ich gestern auf TLC „Mein Leben mit 300 Kilo“ verpennt (im wahren Wortsinne) habe und dann gegen 22 Uhr wach wurde und nur mal eben *flöööööööööööt* auf youtube nachgucken wollte, was da so lief. Und bin dabei über die 5. Staffel gestolpert.

Da sind einige Patienten bei, die wirklich extremst – selbst für diese Sendung – schwer waren. Und ich habe bei einem Patienten (Staffel 5, Folge 11 wars, glaub ich) mich bei dem beschämenden Gedanken ertappt, dass ich wirklich große Probleme hatte, ihn noch als Menschen wahrzunehmen.
Mein Verstand wußte natürlich, dass das dort ein Mensch ist. Mit Gefühlen, Verstand, Launen, Bedürfnissen, Charaktereigenschaften….
Aber irgendetwas in mir hat da nur noch eine formlose Masse wahrgenommen, ähnlich einer Riesenmade. Aus der irgendwie zwei unterentwickelte Beinstümpchen rausguckten. Und im Verlauf der Folge habe ich mich bei Gedankengängen ertappt wie: Meine Güte, dann lasst ihn sich doch halt zu Tode fressen. Oder: Was ein weinerliches, manipulatives, nerviges Weichei. Oder auch: Du hast Dich in diese Form sehenden Auges hineingefuttert, also hör jetzt auf zu jammern, dass Dir alles weh tut.
Und zugleich habe ich mich für diese Gedanken geschämt. Denn so bin ich nicht angelegt vom Wesen her.
Da ist also irgendetwas völlig irrationales in mir abgelaufen.
Keine Ahnung, was….

Und dafür, dass ich dann bis 2 Uhr nachts mich durch youtube gewühlt habe, war ich um 6, als der Wecker klingelte, doch glatt in der Lage um 6.15 Uhr aufzustehen ;o)

Mein Date heute mit Klaus-Bärbel war übrigens sehr erfreulich. Er meinte, ich hätte jetzt insgesamt 3,5 Kilo weniger.
Was bedeutet, ich bin wieder fast an dem Tiefststand meines Gewichtes angekommen, wie vor dem Bänderriss.
Ich konnte es kaum glauben und habe Klaus-Bärbel dreimal gefragt. Und er musste es mir dreimal bestätigen. An verschiedenen Stellen im Bad.

Klar ist das in den 9 Tagen kein Fett. Aber schön ist es trotzdem.

freuen

28.03.2017: PSMF Rückblick Tag 07 – Laufen sucks… Von Eislollys und heißer Schokolade

Tag 07:
Eiweiss:  163,38 g
Kohlenhydrate: 71,53 g
Fett: 27,19 g

Also, reichlich Eiweiß in mich reinzufüttern krieg ich ja problemlos hin. Aber die KH zu reduzieren ist irgendwie schwierig… :o/

Dann hab ich gestern versucht, meine kleine Laufrunde zu absolvieren.

Wir erinnern uns… Ich und Laufen, das passt irgendwie nicht. Und dennoch hatte ich mich auf eine für mich (!!) echt gute Strecke von über 4 Kilometern hochgearbeitet.

Und was war gestern? Walken – klappt. Laufen? Nach 700 Metern war Ende. Puste weg. Und die Achillessehne links tat weh.

Ich könnte echt heulen.
Also daheim mit dem Eislolly alles schön durchmassiert. Und 15 Minuten können echt lang sein. Die Wasserlache auf der Terasse zeugt davon.
Hinterher Voltaren rauf und frustriert auf die Couch.
Und dort fing ich dann an zu frieren. Und wollte einen heißen Cappu. Oder eine heiße Schokoloade. Und beides hat doch so viele KH. Also was tun?

Da fiel mir ein, ich hab doch diese Royal Flavour-Proben. Und tatsächlich waren da welche mit Schokogeschmack dabei. Also die fettarme Milch in die Mikrowelle gewuchtet, Flavour rein, ein Löffel Flohsamenschalen gemahlen hinzu, ein wenig Xanthan hinterher – umrühren – begeistert ob der tollen Idee zur Couch tragen und dann erstaunt feststellen: PUDDING!

Ok, Jugend forscht weiter. Entweder Xanthan weglassen. Oder Flohsamenschalen weglassen. Dann kann man es vielleicht trinken, statt schneiden.

Und heute so bisher?
HUNGER! :o/
Es ist 14:45 Uhr, ich habe knapp 350 Kalorien drinnen und habe Hunger.
Wird Zeit für Feierabend und den Kühlschranküberfall.

*hmpf*
Und das Eiswägelchen steht vor dem Büro. Und da gibts Eis. Mit Schlagsahne. Und Streuseln. Und überhaupt. Und ich darf nicht.
*doppelhmpf*

#TeamSchlagsahne

Angewohnheiten

27.03.2017 PSFM: Rückblick Tage 04-06 und Ausblick Tag 07 und Klaus-Bärbel meint…

Ja wie läufts denn so?

Mit einem Ausrutscher eigentlich ganz ok.

Tag 04:
Eiweiss:  121 g
Kohlenhydrate: 64,39 g
Fett: 6,91 g Hups! Wieso so wenig?!

Tag 05:
Eiweiss:  124,68 g
Kohlenhydrate: 75,68 g
Fett: 74,03 g

Tag 06:
Eiweiss:  1769 g – Holla die Waldfee – oder auch: lass mich mal Harz(er)n
Kohlenhydrate: 35,94 g
Fett: 18,26 g

Soweit die Zahlen.

Samstag, also Tag 05, bin ich gewandert. Knapp 32 Kilometer. Eine ähnlich weite Strecke wie vorletzen Samstag. Und laut GPS mit deutlich weniger Höhenmetern. Aber die letzten Kilometer zogen sich. Es war wie gehen in Honig. Weil die letzten Kilometer ständig bergauf führten. Nicht steil, aber beständig.

Und wie das so ist, wenn man in irgendwelchen Eifeldörfern startet und wieder ankommt, gibt es dort kein Restaurant, Café, Gasthaus, keinen Imbiss, keine Bäckerei oder Eisdiele für die kurze Rast.
Aber was gibt es?
Einen mongolischen Grill. Und so ein Teller vom dortigen Buffet, alles schön paniert und frittiert treibt die KH-Zahl und den Fettinput drastisch in die Höhe.

Nicht wirklich der ideale Treibstoff für den Rückweg von 16 Kilometern. Mußte ich lernen. Und sehr verdauungsfördernd, was dann den Rückweg doch recht abenteuerlich machte, da im Wald und auf den Feldern eher selten Toiletten oder Dixie-Klos stehen… Ein Hoch auf McDonalds! ;o)

Hatte ich nach der letzten Wanderung innerhalb von 2 Tagen 3 Kilo mehr auf der Waage (nach Aussage einer befreundeten Ärztin ein Zeichen, dass ich  meinen Körper überanstrengt und übersäuert habe und daher viel Wasser eingelagert habe) sind es diesmal nur 0,5 Kilos. Sagt Klaus-Bärbel.

Ansonsten meint er, ich habe das Gewicht nicht verändert. Ok, Klaus-Bärbel, morgen früh sprechen wir uns wieder!

Blöd ist meine Achillessehne. Die ersten 4 Kilometer waren mehr als blöd. Dann lief sie sich ein. Und die letzten 10 Kilometer waren wieder blöd.

Nun gut, der Eislolly, Voltarensalbe, die harte Bürste und ich sind dicke Kumpels.
Und heute Abend werde ich, der Achillessehne geschuldet, meine kurze „Lauf“-Runde zugunsten einer Walkingrunde eintauschen.

Ich hatte gefürchtet, nach diesem Frittiert-Paniert-Imbiss am „Refeed-Tag“ (*hüstel*), wieder starke Gelüste zu kriegen, aber bisher *toi toi toi* kamen die am Sonntag und heute nicht auf.

Aber mein Magen ist noch auf Winterzeit eingestellt. Er hätte gerne um 9 Uhr sein Frühstück, weils das ja immer um 10 Uhr gibt. Quasi geht mein Magen eine Stunde vor.

Irgendwas ist ja immer :o)

diattraum

23.03.2017: 22.03.2017 PSFM Rückblick Tag 03 – Ausblick Tag 04 – Rätsel der Kohlenhydrate gelöst und neue Erkenntnisse gewonnen

Gestern gab es:
Eiweiss:  152,09 g – Huiiiiii ist das viel!
Kohlenhydrate: 41,64 g
Fett: 31,74 g

Und dank arwen1234 von https://m3changing.wordpress.com/ habe ich das Rätsel um die Kohlenhydrate gelöst.
Die Lösung heißt: 42 !!!

Äh – nee heißt sie nicht. Sie heißt Harzer Käse. :o)

Jetzt wäre ja gestern angeblich einer dieser Mini-Refeed-Tage angesagt gewesen, weil ich ja zum sporteln war.

Erkenntnis:
Mit nur 500 Kalorien im Magen und nur ca. 20 Gramm Kohlenhydrate sind 1,5 Stunden Krav Maga für mich nicht durchzuhalten. Denn obwohl es um Dinge ging, die für mich nicht ganz neu waren und ich mich in die Anfängergruppe (besser ist das *gg*) eingereiht habe, habe ich zum ersten Mal zum Ende hin abbrechen müssen. Mir fehlte einfach die Kraft und die Puste. Die Zombie-Spiele 1:1 und 1:2 und 1:3….. habe ich noch geschafft. In der letzten Runde 1:5 ging dann nix mehr.

Gut, ok, dieses Mal nicht die Schulter, nicht der angebrochene Kiefer, nicht die Achillessehnen, nicht der Bänderriss sondern einfach die Kraft, die mich limitiert hat. Öfter mal was Neues :o/ Immer der gleiche Grund wäre ja zu einfach.

Dann heim und irgendwie versucht, auf diese höhere Kohlenhydratzahl zu kommen. Bei 1 Gramm pro Kilo Körpergewicht wären das 65 Gramm gewesen. Aber ich hatte irgendwie keinen Hunger mehr und überhaupt – ach was weiß denn ich. Jedenfalls waren es weniger KH als geplant. So unterm Strich kommts dann ja über die Woche hin. ;o)

Klaus-Bärbel meinte heute morgen, das wären nun 3,5 Kilo in diesen 3 Tagen.
Klaus-Bärbel ist ne echte Zicke. Tagelang quält er mich morgens mit immer höheren Zahlen und starken Schwankungen nach oben, nun genauso rapide nach unten.
Wie soll ich denn da noch nachvollziehen können, ob ich nun Wasser ein- oder auslagere oder doch vielleicht ein paar Gramm Fett? Nur ein ganz klein wenig?

Ich beobachte das mal interessiert.

Spannene fand ich den Blick in den Spiegel. Dieses entwässern macht an meinem Bauch einen massiven Unterschied. Erstaunlich.

Und jaaaa natürlich habe ich mir gestern Abend von meinem Ex gleich anhören dürfen, ich sähe aus wie eine Magersüchtige, eingefallen, rappeldürr, nur seine Nachbarin sähe schlechter aus und die hätte Krebs im Endstadium… bla bla bla…..
Ich hab dann drauf verzichtet, ihn auf sein Kölsch-Geschwür vorne am Körper anzusprechen, welches inzwischen von Pittermännchen-Größe auf 15-Liter-Fäßchen angewachsen ist.
Und ich habe den Inner Counter mit anschließendem Schlag des Handballens vors Gesicht und Tritt in den Unterleib aus dem Training vorher nicht an ihm ausprobiert.
Wer weiß, wann ich von ihm nochmal nen Kaffee brauche ;o)

22.03.2017 PSFM Rückblick Tag 02 – Ausblick Tag 03 – Wie zum Geier….???

Wie zum Geier schaffen die Leute es, auf Kohlenhydratzufuhren von unter 30 Gramm zu kommen????

Bei mir gabs gestern:

Eiweiss:  110,56 g
Kohlenhydrate: 54,46 g
Fett: 19,62 g

Allein der blöde Blumenkohl hatte 19,8 Gramm Kohlenhydrate. Und im Quark, Joghurt etc. sind auch Kohlenhydrate drinnen.
Also komm ich entweder auf viel Eiweiß und habe entsprechende Kohlenhydratmengen gegessen, oder ich komme nicht auf die Eiweißmengen und habe dann auch keine Kohlenhydrate…

Gibts da irgendeinen Trick??
Ich steh schon im Supermarkt von den Molkereiprodukten und studiere die Etiketten wie blöde und vergleiche Eiweiß, Fett, Kalorien, Kohlenhydrate und werd immer konfuser. Weil irgendwie geht viel Eiweiß ohne KH nicht.

Auch gestern bin ich entsprechend oft zur Toilette gerannt. Wann hört das denn auf? Das NERVT und die Kollegen gucken schon irritiert….

Ein wenig schwindelig ist mir nach wie vor. Hunger habe ich auch. Aber beides aushaltbar.

Nun bin ich gespannt, ob ich heute Abend mit so wenig Kalorien im Training mithalten kann.
Gestern waren es 832 und vorgestern 770. Mal sehen, ob das für heute Abend reicht oder ob ich beim aufwärmen zusammenklappe :o)

Die Waage sagt heute morgen – 3 Kilo. Damit wäre ich wieder am Ziel. Nur leider ist das Wasser. Warum eigentlich seh ich nicht so aus, wie eine Trockenpflaume, wenn so viel Wasser weggeht? Und wie lange geht das so? Ich will eine Privattoilette. Gleich neben meinem Büro oder neben meinem Sofa. *maul*

21.03.2017: PSFM Rückblick Tag 01 / Ausblick Tag 02

Hm, ein Blick auf die Makros von gestern sagt:

Eiweiss:  99,28 g
Kohlenhydrate: 40,32 g
Fett: 20,44 g

Nun, da geht sicher mehr, aber ich habe noch nicht raus wie.
Jugend forscht weiter.

Irgendwie ist mir seit gestern leicht schwindelig und hier hilft gerade auch kein Kaffee und keine Cola Light. Aber irgendwas ist ja immer ;o)
Und die Toilette war gestern mein bester Freund.
Soviel zum Thema, Kohlenhydrate binden Wasser im Körper. Irgendwo muss es ja hin.

Hunger? Habe ich Hunger? Ja, ich habe Hunger. Aber aushaltbar.

Heute werde ich mal meine Vorräte an tiefgefrorenem Brokkoli aufstocken, damit ich mehr Grünfutter habe.

Die Waage zeigte ob des reichlichen Wasserabgangs 2 Kilo weniger. Schön wärs ja…

20.03.2017: Jugend forscht – oder auch: Mein Selbstversuch mit PSMF bzw. HSD

Soweit so blöd.
Seit meinem Bänderriss habe ich zwei bis drei Kilo zugenommen und diese kleben wie Dreck. Ich bekomme sie nicht weg. Und meine Selbstdisziplin ist irgendwo zwischen völlig am Ende und gar nicht mehr existent.

Gepaart mit der wieder aufflammenden Achillessehnenentzündung habe ich gestern, nach einem durchfutterten Tag (wieviel Proteinriegel kann man eigentlich essen, bevor man sich übergeben muss? Ich verdammt viele!!!), der auf drei Tage voller Essen folgte, beschlossen, ein Plan muss her. So gehts nicht weiter.

Google ist mein Freund, diverse Bodybuilding- und Fitnessseiten auch, also habe ich beschlossen, mich mal für eine Woche an PSMF zu versuchen. Ein Blick in den Kühlschrank bestätigte mich darin, dass dafür genug Magerquark und Co. vorhanden sind.

Und was soll ich sagen?
Irgendwas wirkt. Ich renne den ganzen Tag zur Toilette, als gäbe es dort heute Freigetränke.

Und ich stelle erstaunt fest, wie schwer es ist, auf diese Eiweißmengen zu  kommen und zugleich nur so wenig Kohlenhydrate zu futtern.

Mal sehen, wie morgen das Fazit des heutigen Tages ausschauen wird.

12.03.2017: Und wieder grüßt die Achillessehne :o(

Da bin ich gestern meine erste längere Strecke gewandert.
So als Vorübung für den Megamarsch.

Und was macht Frau Schlaumeier?
Zieht stolz wie Bolle ihre neuen Salomon Speedcross an, um sie einzulaufen für den Megamarsch. Und packt vorsichtshalber die alten Schuhe im Rucksack ein.

Und was macht Frau Schlaumeier NICHT?? Beim ersten Zwacken der Achillessehne die Schuhe wechseln. *Kopf–>Tischplatte – rhythmisch*

Ich bin einerseits so stolz auf mich, dass ich diese Strecke geschafft habe.
Und womit wurde ich belohnt? Mit einer schmerzenden Achillessehne.

Ich hab gleich Diclofenac-Pflaster draufgeklatscht, gedehnt, Eis drauf, mit der Bürste massiert…

Wäre doch zum heulen, wenn zur Schulter nun wieder die Achillessehne dazu käme. Mensch…

Ich glaub, ich muss mal auf den Arm. :o(

Einerseits so stolz und glücklich, so eine Strecke geschafft zu haben, nach den letzten jeweils 22 km. Und nun so verzweifelt, dass ich schon wieder ausfalle.

Römerkanal Etappe 01

 

07.03.2017: Impingement + Kalkschulter = AUA oder: Und nun?

wiegetag

 

Tja, die Zwangspause aufgrund des Bänderrisses und der Kinnverletzung hat mich nicht nur einiges an hart erkämpfter Kondition gekostet, mich motivationsmäßig sehr weit zurückgeworfen, sondern sie hat mich auch 2 Kilo drauflegen lassen. *hmpfff*

Als wäre das nicht genug, zickt meine Schulter extrem herum.
Da ich vor einigen Jahren die gleichen Beschwerden in der rechten Schulter hatte, bin ich mir ziemlich sicher, dass es das gleiche ( das selbe?) Spiel ist. Impingement und Kalkschulter.

Damals habe ich das mit Physiotherapie, Übungen und reichlich Ibu hinbekommen.

Jetzt, bei der linken Schulter dachte ich naiv, es ist ja noch nicht ganz so schlimm wie damals an der anderen Seite, also fein diese Pendelübungen machen und ansonsten aggressiv zuwarten, wäre erstmal die geeignete Therapie.

Leider wird die Schulter schlimmer.
Und leider, so als normaler Kassenpatient, wurden mir Termine für ein MRT angeboten – in 7 Monaten. Nachdem mir einige Praxen sagten, als normalen Kassenpatienten würden sie mich gar nicht zum MRT annehmen.
Wer behauptete nochmal, es gäbe keine Zwei-Klassen-Medizin in diesem unserem Land?

Nachdem ich dann letztens morgens auf dem Firmenparkplatz stand und erstmal einige Minuten erfolglos versucht habe, den Schmerz wegzuatmen, nachdem ich eigentlich ganz normal die Autotüre zugeschlagen habe, mir die Tränen abwischen konnte und irgendwie den Tag überstanden habe, habe ich dochmal meine Freundin gefragt. Wozu haben wir das Kind Appretur und Latrinum machen lassen und zig Silvester auf Unität studifizieren lassen, damit sie Chirurgin und Orthopädin ist.

Hätte ich mal besser sein lassen.

Ergebnis:
1. Keine Liegestützen mehr. Hatte ich erwähnt, dass eines meiner Ziele für 2017 war, ganz saubere Liegestützen hinzukriegen?
2. Keine Dips mehr. Hatte ich mir so ausgedacht zur Stärkung der Muskulatur für die Liegestützen.
3. Keine Klimmzüge mehr. Siehe 2.
4. Vor dem MRT, bis sie nicht weiß, was da drinnen genau los ist, kein Sport mehr, um unkontrollierte Bewegungen der Schulter zu vemeiden.
5. Je nachdem, was da drinnen los ist, kann ich im allerbesten Fall mit 6 Wochen Pause nach der OP rechnen. BESTENFALLS.

Super. Megamarsch Köln. Trainieren. Adé.

Gibts irgendwelche Übungen, die ich für die Arme und Schultern machen kann, die nicht auf dieses komische Schulterdach gehen?

Weil, irgendwie gar nix mehr außer Crunches und Kniebeugen ist auch doof.

Und noch mehr als 2 Kilo zunehmen ist noch blöder. Dafür hab ich nicht so hart gearbeitet.

Irgendwelche Tipps?